Programmiersprache Pascal

Variablen mit skalarem Datentyp

In den meisten Programmiersprachen übliche skalare Datentypen sind: Diese Datentypen existieren auch in Pascal.

Integer, Boolean und Char werden auch als ordinale (abzählbare) oder diskrete Datentypen charakterisiert. Als ordinal sind alle Datentypen anzusehen, deren Wertebereich sich eineindeutig auf den Wertebereich von Integer abbilden läßt.
Alle zu einem ordinalen Datentyp gehörenden Werte sind geordnet.

Für skalare Datentypen sind die zulässigen Operationen durch die Sprachdefinition festgelegt, der Wertebereich wird durch die Sprachdefinition zumindestens umrissen. Der genaue Wertebereich hängt oft vom Sprachübersetzer ab und kann gegebenenfalls durch Parameter beeinflußt werden.

Für eine Variable i mit dem Datentyp Integer existiert im allgemeinen folgender Wertebereich:

   -2n-1  <=  i  <=  2n-1 - 1
n ist die Länge des Speicherbereiches in Bit, der für die Variable reserviert wird.
Gebräuchliche Werte für n sind 8, 16 und 32, in selteneren Fällen ist auch 64 möglich.

Mitunter sind Varianten des Datentyps Integer verfügbar, dessen Wertebereich nur nichtnegative ganze Zahlen umfaßt:

   0  <=  i  <=  2n - 1
                                         oder
   0  <=  i  <=  2n-1 - 1
Gebräuchliche Werte für n sind auch hier 8, 16 und 32.

Variablen mit skalarem Datentyp werden in Pascal über Anweisungen der folgenden Gestalt deklariert:

  VAR variablenliste : datentyp; 
Für datentyp sind einsetzbar:
  INTEGER      ganze Zahlen
  REAL         reelle Zahlen
  BOOLEAN      Wahrheitswerte (wahr, falsch)
  CHAR         Zeichen
In den meisten Pascal-Systemen gibt es verschiedene Versionen von INTEGER und REAL, die sich hinsichtlich ihres Speicherbedarfs und daraus resultierend in Wertebereich und erreichbarer Genauigkeit unterscheiden.



P. Böhme, 19.09.1995