Standard Pascal
Ein Datei-Datentyp (Filetyp) wird wie folgt deklariert:
TYPE name = FILE OF typ;Für den Basisdatentyp typ bestehen gewisse Einschränkungen:

Ferner stellt Standard Pascal einen vordefinierten Datei-Datentyp bereit:
TEXTTextdateien spielen eine besondere Rolle bei der Kommunikation mit dem Nutzer.
Datei-Datentypen (Filetypen) sind aggregierte Datentypen.
Beispiele:
TYPE f1 = FILE OF INTEGER;
f2 = FILE OF CHAR;
f3 = FILE OF RECORD ... END;
Auf diesem Wege werden typisierte Binärdateien beschrieben,
d.h. die Dateien enthalten Daten im rechnerinternen Format,
Lese- und Schreiboperationen kommen ohne Konvertierung aus. Die Arbeit mit Textdateien (Typ TEXT) erfordert dagegen Konvertierungen aus dem rechnerinternen Format in das Textformat bzw. aus dem Textformat in das rechnerinterne Format.
Bemerkung:
Mit einer Datei vom Typ FILE OF CHAR wird anders umgegangen als mit
einer Textdatei mit dem Typ TEXT.
Auf Textdateien kann immer nur sequentiell zugegriffen werden.
Auch typisierte Binärdateien sind sowohl in Standard Pascal als auch
in Extended Pascal nur für sequentielle Zugriffe vorgesehen.
Einige Pascal-Systeme bieten jedoch erweiterte Möglichkeiten.
Turbo Pascal, Delphi
Es gibt zusätzlich sogenannte untypisierte Binärdateien:
FILEDiese Form ist nützlich für Dateien, die keine bzw. keine (einfach beschreibbare) reguläre Struktur besitzen.
Delphi erlaubt alternativ zu TEXT die Verwendung von TextFile.
Extended Pascal
Mit Extended Pascal neu eigeführt worden sind Direktzugriffsdateien:
TYPE name = FILE[indextyp] OF basistyp;Direktzugriffsdateien müssen nicht sequentiell gelesen bzw. geschrieben werden:
Bemerkung:
Einige Pascal-Versionen erlauben - abweichend vom Pascal-Standard - für
typisierte Binärdateien Zugriffe, wie sie für Direktzugriffsdateien
typisch sind.
Dateivariablen
VAR f : FILE OF ...;
t : TEXT;
deklarieren Dateivariablen (Filevariablen).
Eine Dateivariable muß - um konkrete Ein- bzw. Ausgabeoperationen
vornehmen zu können - an eine konkrete Datei gebunden werden.
Das Vorgehen hierzu unterscheidet sich in den verschiedenen Pascal-Versionen
teilweise relativ stark.
Vordefinierte Dateivariablen sind:
INPUT Standardeingabe OUTPUT StandardausgabeStandard Pascal
Die Dateinamen werden über die Parameter der PROGRAM-Anweisung
vermittelt.
Viele Pascal-Systemen weichen vom Standard ab und sehen ein anderes Vorgehen
vor.
Beispiel:
PROGRAM beispiel(f, g, INPUT, OUTPUT);Das Programm nutzt die Standardein- und -ausgabe sowie zwei weitere Dateien. Beim Aufruf des Programms muß festgelegt werden, an welche Dateien (E/A-Geräte) die Dateivariablen f und g zu binden sind.
Eine Reihe von Systeme ignorieren diesen Mechanismus und stellen - systemspezifisch - Unterprogramme für die Bindung der Dateivariablen an eine Datei bereit.
Extended Pascal stellt für den Prozeß der Bindung spezielle Sprachmittel bereit.
Siehe